Grundlagen

Was ist der Notendurchschnitt? Bedeutung und Grundlagen einfach erklärt

Der Notendurchschnitt fasst alle Schulnoten in einer einzigen Zahl zusammen. Hier erfahren Sie, was er bedeutet, wo er verwendet wird und warum er so wichtig ist.

Lesezeit 8 Min. Aktualisiert 20.05.2026 1 Quellen Mateusz Viola Mateusz Viola
Inhalt

Was versteht man unter dem Notendurchschnitt?

Der Notendurchschnitt ist eine einzelne Kennzahl, die das Leistungsniveau eines Schülers oder Studenten über mehrere Fächer oder Prüfungen hinweg widerspiegelt. Im deutschen Schulsystem werden Leistungen mit Noten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) bewertet. Der Durchschnitt all dieser Noten ergibt den Notendurchschnitt.

Dabei gilt: Je niedriger der Notendurchschnitt, desto besser ist die Gesamtleistung. Ein Schüler mit einem Schnitt von 1,5 schneidet also deutlich besser ab als einer mit einem Schnitt von 3,5.

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Wo wird der Notendurchschnitt verwendet?

Der Notendurchschnitt begegnet einem an verschiedenen Stellen im Bildungs- und Berufsleben:

  • Schulzeugnis: Auf jedem Halbjahres- und Jahreszeugnis wird neben den Einzelnoten oft auch der Gesamtdurchschnitt angegeben.
  • Abitur: Die Abiturnote, auch Abiturzeugnisnote oder Gesamtqualifikation genannt, ist ein gewichteter Durchschnitt aus verschiedenen Blöcken der gymnasialen Oberstufe.
  • Hochschulbewerbung: Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen ist der Notendurchschnitt des Abiturzeugnisses ein zentrales Aufnahmekriterium.
  • Ausbildungsplatzsuche: Viele Ausbildungsbetriebe verlangen das Schulzeugnis und orientieren sich am Gesamtdurchschnitt sowie an relevanten Einzelnoten.
  • Bewerbungsunterlagen: Besonders bei Berufseinsteigern spielt der Hochschulabschluss-Durchschnitt eine wichtige Rolle, da noch wenig Berufserfahrung vorhanden ist.

Das Notensystem in Deutschland

In Deutschland gibt es sechs Notengrade:

NoteBezeichnungBedeutung
1Sehr gutLeistungen übertreffen die Anforderungen in besonderem Maße
2GutLeistungen übertreffen die Anforderungen erheblich
3BefriedigendLeistungen entsprechen den Anforderungen
4AusreichendLeistungen weisen Mängel auf, die Anforderungen werden aber noch erfüllt
5MangelhaftLeistungen entsprechen nicht den Anforderungen
6UngenügendLeistungen entsprechen den Anforderungen in keiner Weise

Dieses System gilt für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen. An Hochschulen wird ebenfalls häufig eine Skala von 1,0 bis 5,0 verwendet, wobei 4,0 die Bestehensgrenze darstellt.

Notendurchschnitt vs. Einzelnote

Ein häufiger Irrtum besteht darin, den Notendurchschnitt mit einzelnen Prüfungsnoten gleichzusetzen. Dabei gibt es wichtige Unterschiede:

  • Einzelnoten zeigen, wie gut ein Schüler in einem bestimmten Fach oder einer bestimmten Prüfung abgeschnitten hat.
  • Der Notendurchschnitt fasst alle Leistungen zusammen und gibt ein Gesamtbild.

Eine sehr gute Einzelnote in Mathematik kann zum Beispiel eine schwächere Note in Deutsch ausgleichen - der Durchschnitt liegt dann irgendwo in der Mitte. Das macht den Notendurchschnitt zu einer fairen und übersichtlichen Gesamtbeurteilung.

Einfacher vs. gewichteter Durchschnitt

Beim einfachen Notendurchschnitt werden alle Noten gleich behandelt. Beim gewichteten Durchschnitt hingegen zählen bestimmte Fächer oder Prüfungen mehr als andere. In der gymnasialen Oberstufe beispielsweise werden Kernfächer wie Mathematik und Deutsch mit höheren Gewichtungsfaktoren versehen.

Mehr dazu erfahren Sie im Artikel über den gewichteten Notendurchschnitt.

Unterschiede zwischen Bundesländern

Das Schulwesen ist in Deutschland Ländersache. Das bedeutet, dass die genaue Berechnung des Notendurchschnitts, besonders beim Abitur, von Bundesland zu Bundesland leicht variieren kann. Auch die Gewichtung einzelner Prüfungsteile unterscheidet sich regional.

Grundsätzlich gilt jedoch überall das gleiche Notensystem von 1 bis 6, und die Methode der Durchschnittsberechnung bleibt mathematisch dieselbe.

Tipps zur Verbesserung des Notendurchschnitts

Ein schwacher Notendurchschnitt muss nicht dauerhaft sein. Folgende Strategien helfen, die Noten zu verbessern:

  • Regelmäßiges Lernen statt kurz vor der Prüfung büffeln
  • Schwächere Fächer gezielt angehen, da diese den Schnitt besonders drücken
  • Nachhilfe oder Lerngruppen nutzen, wenn einzelne Themen Probleme bereiten
  • Lehrkräfte ansprechen und um Feedback bitten
  • Den eigenen Fortschritt verfolgen - dafür eignet sich der Rechner auf notendurchschnitt-rechner.de sehr gut

Mit konsequenter Arbeit lässt sich der Notendurchschnitt oft deutlich verbessern - auch wenn es Zeit braucht.

Häufige Fragen

Was ist der Notendurchschnitt?

Der Notendurchschnitt ist der arithmetische Mittelwert aller Noten eines Schülers oder Studenten. Er wird berechnet, indem man alle Noten addiert und das Ergebnis durch die Anzahl der Noten teilt.

Warum ist der Notendurchschnitt so wichtig?

Der Notendurchschnitt dient als wichtiges Kriterium bei der Bewerbung um Studienplätze, Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze. Viele Hochschulen und Unternehmen nutzen ihn als erste Orientierung bei der Bewerberauswahl.

Quellen

  • Kultusministerkonferenz: Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA)
Mateusz Viola

Über die Autorenschaft

Mateusz Viola

Betreiber und redaktionelle Verantwortung notendurchschnitt-rechner.de

Themengebiet: Mathematik, Kalenderrechnung, Schaltjahre, Statistik und ISO 8601

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