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Fachabitur Durchschnitt berechnen: So funktioniert der Fachabi-Schnitt

Wie wird der Notendurchschnitt für die Fachhochschulreife berechnet? Alles zu Einbringungspflicht, Gewichtung und Zulassungsschranken.

Lesezeit 8 Min. Aktualisiert 15.05.2026 1 Quellen Mateusz Viola Mateusz Viola
Inhalt

Was ist die Fachhochschulreife?

Die Fachhochschulreife, im Alltag meist Fachabitur oder kurz Fachabi genannt, berechtigt zum Studium an Fachhochschulen und in vielen Bundesländern auch an bestimmten Universitätsstudiengängen. Sie wird entweder an Fachoberschulen (FOS) oder an Berufsschulen in Verbindung mit einer Ausbildung erworben.

Im Unterschied zum allgemeinen Abitur ist das Fachabi auf einen bestimmten fachlichen Bereich ausgerichtet, zum Beispiel Technik, Wirtschaft oder Sozialwesen. Gerade deshalb ist es wichtig zu verstehen, wie der Notendurchschnitt hier berechnet wird, denn die Regeln weichen teils vom normalen Abi ab.

Welche Noten zählen für den Fachabi-Schnitt?

Grundsätzlich gilt: Alle Fächer, die im Abschlusszeugnis der Fachoberschule aufgeführt sind, fließen in den Schnitt ein. Die genaue Gewichtung legt jedes Bundesland selbst fest. Dennoch gibt es gemeinsame Grundprinzipien:

  • Pflichtfächer wie Deutsch, Mathematik und Englisch sind einzubringen und oft stärker gewichtet.
  • Profilfächer des gewählten Schwerpunkts tragen ebenfalls zum Schnitt bei.
  • Prüfungsfächer können doppelt gewertet werden, wenn eine schriftliche oder mündliche Abschlussprüfung vorgesehen ist.

In Bayern zum Beispiel wird die Gesamtqualifikation aus Vornoten und Prüfungsergebnissen zusammengesetzt, wobei Prüfungsleistungen ein Drittel bis zur Hälfte des Endschnitts ausmachen können.

Grundformel: Notendurchschnitt berechnen

Die einfachste Formel lautet:

Schnitt = Summe aller Noten / Anzahl der Fächer

Wenn du also in sieben Fächern die Noten 2, 3, 1, 2, 3, 2, 2 hast, ergibt sich:

(2 + 3 + 1 + 2 + 3 + 2 + 2) / 7 = 15 / 7 = 2,14 -> gerundet 2,1

Bei gewichteten Fächern multiplizierst du zunächst jede Note mit ihrem Gewichtungsfaktor, addierst alle Produkte und teilst dann durch die Summe der Gewichtungsfaktoren. Diesen Schritt erledigt der Rechner auf notendurchschnitt-rechner.de automatisch, sobald du die Noten und Gewichte einträgst.

Unterschied zwischen Halbjahres- und Abschlussnote

An der Fachoberschule gibt es meist zwei Schuljahre (Klasse 11 und 12). Die Noten aus beiden Jahrgangsstufen können in unterschiedlichem Ausmaß in den Abschluss eingehen:

JahrgangEinfluss auf Abschluss
Klasse 11Je nach Bundesland 25 bis 40 %
Klasse 12Je nach Bundesland 60 bis 75 %
AbschlussprüfungenTeilweise gesonderte Gewichtung

Es lohnt sich, die konkrete Regelung deines Bundeslandes beim Schulamt oder direkt bei der Schule zu erfragen.

Zulassungsschranken und Ausschlussnoten

Wichtig: Ein niedriger Schnitt allein führt nicht automatisch zur Nicht-Zulassung. Viele Bundesländer kennen jedoch sogenannte Ausschlussnoten. Das bedeutet:

  • Wer in einem Pflichtfach eine 6 schreibt, muss dieses Fach in der Regel erneut ablegen.
  • Ein Schnitt schlechter als 4,0 kann zum Nichtbestehen führen.
  • Manche Schulen verlangen in den Kernfächern mindestens eine 4, sonst gilt das Fach als nicht bestanden.

Prüfe daher immer die schulinternen Prüfungsordnungen.

Fachabi ohne Schule: Schulfremdenprüfung

Wer das Fachabi nicht an einer Regelschule absolviert, kann in vielen Bundesländern eine Schulfremdenprüfung ablegen. Dabei trittst du als externer Prüfling an und musst alle Prüfungsfächer ablegen. Der Schnitt berechnet sich dann ausschließlich aus den Prüfungsleistungen, ohne Vornoten aus dem Schuljahr.

Notenpunkte statt Noten: Das gymnasiale System

An manchen Fachoberschulen, insbesondere wenn sie am Oberstufensystem orientiert sind, werden Notenpunkte von 0 bis 15 verwendet. Dabei gilt:

15 Punkte = Note 1+
13 Punkte = Note 1
11 Punkte = Note 2+
...
0 Punkte  = Note 6

Für die Umrechnung gilt grob: Punkte / 3 = Note (mit Nachkommastelle). Der Rechner auf notendurchschnitt-rechner.de unterstützt auch die Eingabe von Notenpunkten und wandelt sie in klassische Noten um.

Tipps für einen besseren Fachabi-Schnitt

Setze Prioritäten richtig. Wenn Mathematik doppelt gewichtet wird, lohnt es sich, dort besonders viel Zeit zu investieren, auch wenn es nicht dein Lieblingsfach ist.

Nutze Wahlmöglichkeiten strategisch. Wo du zwischen Prüfungsfächern wählen kannst, wähle jene, in denen du dich sicher fühlst.

Spreche Lehrkräfte rechtzeitig an. Viele Schulen bieten Förderunterricht oder individuelle Beratung an, die gerade im letzten Halbjahr entscheidend sein kann.

Simuliere deinen Schnitt im Voraus. Mit einem Tabellenkalkulationsprogramm oder einem Online-Rechner kannst du schon vor dem Zeugnis abschätzen, wo du stehst.

Abschluss: Warum der Fachabi-Schnitt so wichtig ist

Der Notendurchschnitt der Fachhochschulreife ist bei zulassungsbeschränkten Studiengängen oft das wichtigste Auswahlkriterium. Hochschulen setzen Numerus-clausus-Werte fest, und wer knapp darunter liegt, muss lange auf einen Studienplatz warten oder über andere Wege einsteigen. Ein gut geplanter Endspurt in der Oberstufe zahlt sich also unmittelbar aus.

Häufige Fragen

Wie viele Dezimalstellen hat der Fachabi-Schnitt?

Der Schnitt wird in der Regel auf eine Nachkommastelle gerundet, also z.B. 2,3 oder 1,8.

Zählt der praktische Teil bei der Fachhochschulreife zum Schnitt?

Das hängt vom Bundesland ab. In vielen Ländern fließt das Berufspraktikum in ein separates Zeugnis ein und beeinflusst den schulischen Schnitt nicht direkt.

Quellen

  • KMK: Vereinbarung über die Fachhochschulreife (2018)
Mateusz Viola

Über die Autorenschaft

Mateusz Viola

Betreiber und redaktionelle Verantwortung notendurchschnitt-rechner.de

Themengebiet: Mathematik, Kalenderrechnung, Schaltjahre, Statistik und ISO 8601

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